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Trickstuff Bremsen – unsere Empfehlung fürs Mountainbike
Bei einer richtig guten Mountainbike-Bremse geht es für uns nicht darum, einfach möglichst viel Bremskraft zu produzieren. Entscheidend ist, was davon am Finger und schließlich auf dem Trail ankommt. Genau deshalb mögen wir Trickstuff. Bobo fährt die Bremsen selbst und Trickstuff gehört auch bei uns im Shop zu den Komponenten, hinter denen wir wirklich stehen. Besonders die Verbindung aus hoher Bremsleistung, klar definiertem Druckpunkt und feiner Dosierbarkeit macht die Systeme für uns interessant. Und damit stehen wir nicht allein. Auch in unabhängigen Tests der verschiedenen Trickstuff-Systeme werden genau diese Eigenschaften immer wieder positiv hervorgehoben.
Mehr Bremskraft ist nicht automatisch besser
Bremskraft lässt sich gut vermarkten. In der Praxis ist die stärkste Bremse aber nicht automatisch die beste Bremse für jeden Fahrer. Auf einem steilen Trail möchte man Geschwindigkeit sehr gezielt kontrollieren können. Der Reifen soll nicht bei jeder kleinen Bewegung am Hebel blockieren. Gleichzeitig möchte man auf einer langen Abfahrt nicht permanent mit maximaler Fingerkraft bremsen müssen. Für uns muss eine gute MTB-Bremse deshalb zwei vermeintliche Gegensätze zusammenbringen: viel Kraft und viel Kontrolle. Genau hier sehen wir eine große Stärke von Trickstuff.
Was man am Bremshebel spürt
Ein klarer Druckpunkt vermittelt Vertrauen. Man zieht den Hebel und weiß ziemlich genau, wann die Bremse greift und wie sich zusätzliche Fingerkraft in zusätzliche Verzögerung übersetzt. Trickstuff betrachtet dafür nicht nur den Bremssattel. Bremshebel, Lagerung, Geberkolben, Leitungen, Bremssattel, Beläge und Bremsscheiben bilden ein Gesamtsystem. Unter anderem kommen sehr reibungsarm gelagerte Bremshebel zum Einsatz. Gleichzeitig spielt die Steifigkeit des hydraulischen Systems eine Rolle. Je weniger Energie durch Reibung oder Ausdehnung verloren geht, desto direkter kann sich eine Bremse anfühlen. Das klingt auf dem Papier technisch – auf dem Trail merkt man es vor allem daran, wie kontrolliert man mit einem Finger Geschwindigkeit herausnehmen kann.
Genau diese Dosierbarkeit gefällt uns
Bei einer leistungsstarken Bremse ist Dosierbarkeit besonders wichtig.
Eine Bremse kann beeindruckende Verzögerungswerte erreichen und sich trotzdem unangenehm fahren, wenn zwischen wenig und sehr viel Bremsleistung kaum kontrollierbarer Bereich liegt. Unsere Einschätzung deckt sich hier mit dem Bild, das auch unabhängige Praxistests von Trickstuff zeichnen: Neben der hohen Leistung werden immer wieder die feine Kontrolle und das direkte Hebelgefühl hervorgehoben. Bei den besonders starken Systemen gilt allerdings auch: Auf losem oder rutschigem Untergrund muss man diese Leistung mit Gefühl einsetzen. Für uns ist das kein Nachteil, sondern zeigt, warum die Bremse zum Fahrer und zum Einsatz passen sollte.
Was passiert auf langen Abfahrten?
Eine Bremse muss nicht nur bei der ersten Kurve funktionieren.
Auf langen und steilen Abfahrten entsteht enorme Wärme. Bremsscheibe, Beläge und Bremssattel werden heiß und das gesamte System muss damit umgehen können. Trickstuff verwendet bei seinen Vierkolbenbremsen unter anderem hohle Edelstahlkolben. Sie sollen den Wärmeeintrag von den Bremsbelägen in Richtung Bremssattel reduzieren. Auch die Wahl von Bremsflüssigkeit, Belägen und Scheiben gehört zum thermischen Gesamtkonzept. Für Enduro, Bikepark oder lange alpine Abfahrten ist diese Standfestigkeit für uns mindestens genauso relevant wie maximale Bremskraft.
Maxima, Direttissima oder Piccola?
Bei Trickstuff gibt es unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Bikes.
Die Maxima steht am leistungsorientierten Ende des Programms. Sie richtet sich besonders an Fahrer, die sehr hohe Bremsleistung für Enduro, Downhill und anspruchsvolle Abfahrten suchen. Die Direttissima verbindet ebenfalls enorme Leistung mit dem sehr direkten und kontrollierbaren Gefühl, für das Trickstuff bekannt ist. Mit der Piccola HD wird es leichter, während weiterhin ein Vierkolben-Konzept eingesetzt wird. Die Piccola Carbon verfolgt den Leichtbau noch konsequenter und arbeitet mit zwei Kolben. Deshalb würden wir auch nicht automatisch jedem Fahrer die größte Bremse empfehlen.
Das Bike entscheidet mit
Fahrergewicht, Bikegewicht, Reifen, Gelände und Fahrstil beeinflussen, welche Bremse sinnvoll ist. Auch die Bremsscheibe gehört unbedingt dazu. Durchmesser, Material und Dicke beeinflussen Leistung und Wärmemanagement. Ebenso machen unterschiedliche Bremsbeläge einen spürbaren Unterschied. Und am Ende muss der Reifen die Verzögerung überhaupt auf den Untergrund übertragen können. Deshalb betrachten wir eine Bremse lieber als Setup und nicht als isoliertes Bauteil.
Warum wir Trickstuff selbst fahren
Trickstuff steht bei uns nicht im Laden, weil wir einfach noch eine weitere Bremsenmarke anbieten wollten. Bobo fährt die Systeme selbst und genau diese eigene Erfahrung ist für uns ein wichtiger Teil der Empfehlung. Uns gefällt vor allem, dass die enorme Leistung nicht isoliert betrachtet wird. Druckpunkt, Dosierbarkeit, Ergonomie und Standfestigkeit gehören genauso dazu. Das ist auch der Grund, warum Trickstuff besonders gut zu hochwertigen Mountainbikes und individuellen Aufbauten passt. Trotzdem lautet unsere Empfehlung nicht pauschal „Kauf die stärkste Trickstuff“. Eine Bremse muss zum Bike und Fahrer passen.
Wenn du Trickstuff Bremsen in Stuttgart suchst oder dein MTB auf Trickstuff umrüsten möchtest, beraten wir dich bei Bobos Bikeshop zu Bremssystem, Scheibengröße, Bremsbelägen und einem Setup, das zu deinem Bike und deinem Fahrstil passt.
